Aktionstag Systemgastronomie am 15.12.2016

Wer am Donnerstagmittag in der Innenstadt bei McDonalds oder Burger King, Pizza Hut, Vapiano oder KFC gegessen, oder Kaffee bei Starbucks getrunken hat, dürfte Lärm vernommen haben. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und die Mitarbeiter der Fast-Food-Ketten protestierten für mehr Geld.
Den Lärm produzierten am Donnerstagmittag Vertreter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sowie – außerhalb ihrer Schicht – Mitarbeiter der betroffenen Fast-Food-Ketten mit Trillerpfeifen und lautstarken Parolen. Ein Beispiel: „Die Bosse verdienen top – für uns bleibt nur der Mindestlohn-Job.“

Der Protestzug durch die Innenstadt, bei dem die Beteiligten Flyer an Passanten und Kunden verteilten, sollte auf die laufende Tarifrunde aufmerksam machen. Die genannten Firmen sind im Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) organisiert, der gerade mit der NGG über einen neuen Tarifabschluss verhandelt.

„Das Angebot ist lächerlich“

Na ja, zu verhandeln sei da im Moment nicht viel, sagte am Donnerstag der Dortmunder NGG-Sekretär Manfred Sträter: Die Arbeitgeber hatten Ende November angeboten, in der ersten Lohngruppe statt wie bisher 8,60 Euro künftig 8,84 Euro zu bezahlen. Das entspricht exakt dem ab Januar 2017 geltenden erhöhten gesetzlichen Mindestlohn.

„Das Angebot ist lächerlich“, sagt Yücel Gökmen, der in der Burger-King-Filiale in Kley arbeitet. Die Konzerne verdienten viel Geld „und schaffen es nicht, uns etwas mehr zu bezahlen.“ Gökmen sagt, selbst viele seiner Kollegen in Vollzeit könnten ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten, ohne mit Hilfe des Staates aufzustocken. Gökmens Kollege Kürsad Kahraman (26) sagt, selbst Studenten wie er hätten Probleme, mit den niedrigen Löhnen über die Runden zu kommen.

Quelle: http://www.waz.de/staedte/dortmund/protestaktionen-bei-mcdonalds-starbucks-pizza-hut-co-id208992463.html